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Digitalisierung im Bauwesen

Bauadministration | 2 Minute(n) zum Lesen | Veröffentlicht 21.08.2020, 13:59:00

Digitalisierung im Bauwesen: neue Möglichkeiten entdecken und nutzen

Der Baubranche haftet ein konservatives Image an. Gern werden noch althergebrachte Techniken wie das Faxgerät genutzt, um mit Kunden und Geschäftspartnern zu kommunizieren. Doch die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Möglichkeiten sowie Bedürfnisse. Immer mehr Bauunternehmen entdecken für sich die revolutionären Errungenschaften der Technik wie Cloudlösung im Bauwesen und Digitalisierung im Bauwesen, um Arbeitsprozesse reibungsloser und effektiver zu gestalten.

BIM: drei Buchstaben für mehr digitale Vernetzung und Planung

Beim Building Information Modeling geht es darum, Gebäude und andere Bauwerke mithilfe einer Software vernetzt zu planen und zu bewirtschaften. Alle wichtigen Bauwerksdaten werden dafür digital modelliert und anschliessend miteinander verknüpft sowie erfasst. Vom traditionellen Bauwesen über die Bauausführung bis hin zum Facilitymanagement setzen zukunftsorientierte Dienstleister die Bauwerksdatenmodellierung ein. Im Idealfall werden bereits die Informationen im Planungsprozess in einer Cloudlösung im Bauwesen erarbeitet, wodurch ein einfacher Zugriff für die unterschiedlichsten Nutzern darauf erlaubt wird. So lässt sich letzlich Workflow kreieren, der besonders effizient abläuft.

 

Digitalisierung der Bauleitung und Projektleitung: Rationalisierung von Prozessen

Zugegeben: Die Digitalisierung der Bauleitung und Digitalisierung der Projektleitung klingt im ersten Schritt sehr abstrakt. Sie hat allerdings einen praktischen, unmittelbaren Nutzen, wie sich am folgenden Beispiel erkennen lässt: Kunde und Bau- oder Projektleitung sind im Gespräch auf der Baustelle. Gern werden sich dabei Notizen gemacht, um frische Ideen und wichtige Inhalte aus der Unterhaltung später parat zu haben. Diese Routine der handschriftlichen Gesprächsprotokolle muss für gewöhnlich mühsam und zeitaufwendig getippt werden. Es geht jedoch auch anders, um Zeit und Geld zu sparen. Das Stichwort lautet: Digitalisierung der Projektleitung durch mobile Aufzeichnungstools in Form von Microsoft Surface oder einem smarten Tablet von Apple. So lassen sich beispielsweise Handschriften oder Sprachaufzeichnungen in bearbeitete Buchstaben umwandeln oder ganz einfach generell mit Bildern und Fotos zu arbeiten.

 

Baubranche und Digitalisierung: ein vernetztes System schaffen

Bei der Baubranche die Digitalisierung hauptsächlich auf ein Umwandeln von handschriftlichen Notizen in getipptes Wissen zu reduzieren, wäre natürlich ein wenig zu simpel. Es ist noch viel mehr möglich. Es geht darum, alle Beteiligten – Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner – in den digitalisierten Prozess zu integrieren. Sie werden ein Teil davon, wodurch ein vernetztes System entsteht. Die Zusammenarbeit lässt sich so vereinfachen und optimieren. Die Interoperabilität und damit die Fähigkeit, dass

verschiedene Systeme miteinander kooperieren, ist hierbei die Herausforderung. Zeit, Engagement und Disziplin sind hierfür unerlässlich. Sie erlauben, Prozesse zu verinnerlichen und zu integrieren. Dann lassen sich BMI-Projekte realisieren, die Rücksicht auf die unterschiedlichen Anspruchsgruppen nehmen. Bereits zu Beginn lassen sich so abgestimmte Projektziele setzen und nicht – wie gewöhnlich – irgendwann im Bauverlauf individuelle Ziele.

 

Daniel Kieliger Bauleiter und AGV Schadensexperte


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