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SIA-Norm 500: Bauen für altersgerechtes Wohnen ist kein Zufallsergebnis

Wohnen im Alter | 2 Minute(n) zum Lesen | Veröffentlicht 12.11.2019, 10:22:07

Selbstbestimmt und damit frei zu leben, ist fürs Wohlbefinden unerlässlich. Doch gerade Personen mit körperlichen Einschränkungen bleibt dies oft verwehrt, da ein barrierefreies Wohnen nicht gegeben ist. Um ein komfortables Wohnen im Alter und für Menschen mit Behinderungen möglich zu machen, ist ein smartes Baukonzept erforderlich.

Selbstbestimmt und barrierefrei zu leben, heisst ohne fremde Hilfe über einen langen Zeitraum zurechtzukommen. Wie das Bauen für altersgerechte Wohnräume aussehen muss, ist normiert und auf Bundesebene mit der Norm SIA 500 klar definiert. Somit ist altersgerechtes Bauen kein Zufallsergebnis, sondern das Resultat aus dem strikten Einhalten bedeutender Richtlinien.

Altersgerechtes Wohnen dank SIA-Norm 500

Die SIA-Norm 500 definiert exakt und bedarfsgerecht wie barrierefreie Bauten gestaltet werden müssen. Wie genau die Anforderungen diesbezüglich aussehen, hängt von der Gebäudenutzung ab. Sie wird in die drei Kategorien öffentlich zugängliche Bauten, Bauten mit Wohnungen und Bauten mit Arbeitsplätzen eingeteilt. Bei öffentlichen Bauten müssen die Richtlinien zwingend berücksichtigt werden, während sie bei privaten Bauten nicht verpflichtend sind. Selbstverständlich kann sich an ihnen aber auch dann orientiert werden, um ein altersgerechtes Umbauen versiert und allumfassend vorzunehmen.

Wohnen im Alter: der Bau muss sich anpassen

Nicht der Mensch muss sich dem Gebäude anpassen, sondern das Gebäude dem Menschen. Dafür wird der Bau durchdacht und altersgerecht umgebaut. Ein paar Beispiele verdeutlichen, was es an Bau- oder Umbaumassnahmen für altersgerechtes Wohnen geben kann:

  • rollstuhlgerechte Parkplätze
  • extrabreite Türen und Zugänge von mindestens 80 cm
  • Begradigung von Schwellen
  • Bodenbeläge Befahrbarkeit mit Rollstuhl, Rollator und ähnlichen Hilfsmitteln mit Rädern
  • Anordnung von Bedienelementen wie Gegensprechanlage etc. von 0.80 m bis 1.10 m über dem Boden
  • Beleuchtung mit einer Stärke von mindestens 300 Lux und blendfrei

Auch Mitgliederverbände wie Procap für Menschen mit Behinderungen in der Schweiz machen sich für ein barrierefreies Bauen stark. Es ist ein Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft, in der Einschränkungen von körperbehinderten Personen reduziert werden.

Für die Umsetzung der SIA-Norm 500 sind Erfahrung, Expertenwissen und Empathie notwendig.  Daniel Kieliger ist als eidg. dipl. Bauleiter Hochbau ausgewiesener Spezialist für barrierefreies Bauen.

Lesen Sie bitte dazu auch den Artikel Wohnen und Leben im Alter aus unserer Website.


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